Die Kanzlei ist Gründerin und Hauptsponsor der GESSEL-Stiftung für das Nationalmuseum in Warschau (früher: Stiftung der Sammlungen für Zeitgenössische Kunst des Nationalmuseums in Warschau), die im Jahre 1996 gegründet wurde. Die Stiftung setzt sich für die Erweiterung, Erhaltung, Zugänglichmachung und Förderung der polnischen zeitgenössischen Kunst ein.

2011 stellte die Stiftung ihre Sammlung verschiedenen Museen zur Verfügung, beispielsweise wurden die Arbeiten von Katarzyna Kozyra in der Kunstgalerie Zachęta und im Nationalmuseum in Krakau ausgestellt. Einige Arbeiten wurden im Rahmen der Ausstellung „KoLekcja w Królikarni” präsentiert, die ein Teil eines speziellen Bildungsprojektes über die Genres der Malerei und über verschiedene Funktionen der Kunst ist. Die Ausstellung wird auch für Workshops für Kinder, Unterricht für die Schuljugend und Vorlesungen für Erwachsene genutzt.

Über die Sammlung

Bisher ist es gelungen, beinahe 50 Bilder, Objekte, Graphiken und Installationen von 19 Künstlerinnen und Künstlern zu sammeln. Die ältesten entstanden Anfang der siebzieger Jahre (Legalność przestrzeni – Legalität des Raumes von Ewa Partum, Tableau II von Grzegorz Kowalski, Zeichnungen von Tomasz Ciecierski. Die neuesten – das Bild von Olga Wolniak und die Installation von Julita Wójcik – entstanden im Jahre 2007. Zu der Sammlung gehören auch Bilder von zeitgenössischen polnischen Künstlern – u.a. von Tomasz Tatarczyk und Wilhelm Sasnal, Skulpturen, Installationen, Objekte und Fotografien von Grzegorz Kowalski, Paweł Althamer, Katarzyna Kozyra, Paulina Ołowska. Die Kanzlei GESSEL stiftete mehrere von diesen Arbeiten (2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2007) und half, Geldmittel für den Erwerb der anderen zu sammeln, u.a. durch Organisation von alljährlichen Karnevalabenden, die mit Versteigerungen und Förderung der Idee der Stiftung in Businesskreisen verbunden waren. Die anderen Stifter der Sammlung sind: GE Bank Mieszkaniowy S.A. (1998), Felix Ahlers (2001), Frosta S.A. (2001), Wojciech Bruszewski (2002), Claire und Neal Selby (2002), Barbara und Krzysztof Nowakowski (2003), Sygnity S.A. (2003), Tomasz Sielicki (2004), Vattenfall Poland A.B. (2004), Notarkanzlei Dorota Kałowska (2004), KornFerry International (2006).

Ausstellung „Bezugspunkte”

Vom 25. Juli bis 30. September 2008 wurden die Sammlungen der Stiftung für die Öffentlichkeit in der Ausstellung „Bezugspunkte“ im Nationalmuseum in Warschau zugänglich gemacht. In der Ausstellung waren Werke solcher Künstler wie: Paweł Althamer, Tomasz Ciecierski, Oskar Dawicki, Ryszard Grzyb, Kijewski/Kocur, Grzegorz Kowalski, Katarzyna Kozyra, Zbigniew Libera, Robert Maciejuk, Paulina Ołowska, Ewa Partum, Joanna Rajkowska, Wilhelm Sasnal, Jadwiga Sawicka, Tomasz Tatarczyk, Olga Wolniak, Julita Wójcik, Włodzimierz Jan Zakrzewski zu sehen. Die Kanzlei GESSEL war Mäzen der Ausstellung, die sich als ein kulturelles Ereignis der Saison erwiesen hat und durch Kritiker sowie Besucher freundlich aufgenommen war. Piotr Kosiewski von „Tygodnik Powszechny” sagte: „Bezugspunkte” zeigen eine der interessantesten Kunstsammlungen, die nach 1989 entstanden sind. Insgesamt wurden über 100 Publikationen über die Ausstellung veröffentlicht.

Beata Gessel -Kalinowska vel Kalisz über die Ausstellung und die Stiftung

Die Ausstellung „Bezugspunkte” ist ein Ergebnis der Arbeit von Kunstliebhabern, die sich vor einigen Jahren von der Idee überzeugten, eine Sammlung zu schaffen, und denen es gelungen ist, andere von der Idee zu überzeugen. Wir ließen uns von der Konzeption der Kommissarin Dorota Monkiewicz verführen, eine Sammlung von zeitgenössischen Kunstwerken für das Nationalmuseum in Warschau zu schaffen, und glaubten, für ein wesentliches gemeinsames Gut zu handeln. Ich erinnere mich gerührt an die schwierigen Anfänge der Stiftung. Die Idee, ein gemeinsames Gut zu schaffen, war Mitte der 90er Jahre nicht verbreitet, die Kreise der an der zeitgenössischen Kunst Interessierten selbst waren beschränkt. Mit der Zeit wuchs der Kreis von Personen und Firmen, die die Sammlung unterstützen. Es wuchs auch das Interesse an der zeitgenössischen Kunst. Nicht zu unterschätzen war hier die Aktivität der Stiftung, die die Kunst auch in Businesskreisen förderte. In diesem Jahr ist der zehnte Jahrestag des ersten Erwerbs der Stiftung, ihre Sammlung umfasst derzeit über 40 Arbeiten. Sie sind hoch bewertet durch Kritiker, finden auch Ansehen bei den Zuschauern. Ich freue mich, dass es gelungen ist. Meine Arbeit für die Stiftung und die Sammlung ist aus dem Bedürfnis herzuleiten, pro publico bono zu handeln. Ich möchte dabei betonen, dass alles, was im Zusammenhang mit der Stiftung los war, für mich bereichernd war und mir einfach großen Spaß machte.