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In Internetforen findet man unzählige Posts verbitterter Aktionäre der CEDC, die wegen der angekündigten Möglichkeit der Annullierung der Aktien ohne Entschädigung um ihr Geld fürchten. Zahlreiche E-Mails in dieser Sache werden auch an „Parkiet“ gerichtet. Die Autoren äußern sich besonders scharf zu der Finanzaufsichtskommission und der Warschauer Börse, werfen ihnen u.a. „nicht ordnungsgemäße Aufsicht über die Gesellschaft“ vor und kritisieren die Entscheidungen über die Einstellung des Handels mit Aktien der CEDC.

Was ist zu tun?

(…) Ähnlicher Meinung ist Leszek Koziorowski, Partner bei der Kanzlei Gessel. – Aus den in der Presse erscheinenden Informationen geht hervor, dass CEDC im Emissionsprospekt die Möglichkeit der Annullierung der Aktien als Risikofaktor bekannt gegeben hat. Wenn also diese Möglichkeit nicht vorenthalten war, stellt sich die Frage, ob über irgendwelche Ansprüche der Aktionäre gegenüber der Gesellschaft die Rede sein kann. Nur dann kann man sich nämlich eventuelle wirksame Handlungen polnischer Behörden vorstellen – sagt Koziorowski.

Er betont, dass die Finanzaufsichtskommission über keinerlei formallrechtlichen Mittel verfügt, um die Aktionäre vor ausländischen Gerichten vertreten zu können. – Solch eine Berechtigung steht dem Vorsitzenden der Finanzaufsichtskommission als Staatsanwalt zu, dies aber nur vor den polnischen Gerichten. Das bedeutet natürlich nicht, dass die Kommission den Aktionären nicht helfen kann – sagt Koziorowski. – Die Finanzaufsichtskommission kann sie über die in den USA geltenden Vorschriften informieren, die verletzt werden konnten (sofern eine Verletzung stattfand) sowie bei der Suche nach einem Vertreter und bei der Organisierung unterstützen. Die Kommission müsste hierbei eine bildende Rolle spielen. – fügt er hinzu. (…)