Der Rücktritt des letzten Vorstandsmitglieds der Gesellschaft wird innerhalb der gesetzlich vorgesehenen Frist wirksam. Sie findet nach dem Tag der Einberufung der Gesellschafterversammlung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hauptversammlung, wenn es sich um eine Aktiengesellschaft handelt, statt. Es spielt keine Rolle, ob die Versammlung stattfindet. Der Vorsitzende bzw. Geschäftsführer wird keine Geisel der Gesellschaft sein - überzeugen Michał Boryczka und Piotr Tracz von GESSEL. 

Derzeit wird an einem umfassenden Paket von Änderungen gearbeitet, das ein breites Spektrum von Geschäftstätigkeiten betrifft. Sie wurden in den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung bestimmter Rechtsakte aufgenommen, um Vereinfachungen für Unternehmer im Steuer- und Wirtschaftsrecht einzuführen (das so genannte KMU-Paket). Die Autoren des Projekts betonen, dass es sich um eine Reihe von Vorschlägen handeln soll, deren Einführung in das polnische Rechtssystem die derzeitige Arbeitsweise von Unternehmern erheblich verbessern wird. Eine dieser Änderungen ist der Vorschlag, den Rücktritt des einzigen oder letzten Mitglieds des Vorstands bzw. der Geschäftsführung zu regeln.

Die vorgeschlagene Änderung des Art. 202 sowie Art. 369 des Handelsgesetzbuches sieht die Einführung einer Art "Behinderung" für ein Vorstandsmitglied vor, das die Beendigung seiner Beziehung zur Gesellschaft in Betracht zieht, und im Falle seines Ausscheidens in der Gesellschaft kein Mandat in der Gesellschaft besetzt werden würde. Andererseits handelt es sich um eine Art Regulierung (Ordnung) der Frage, die bisher viele Zweifel an der Funktionsweise von Unternehmen geweckt hat und die in einem Urteil des Obersten Gerichtshofs in einem Gremium von sieben Richtern vom 31. März 2016 teilweise gelöst wurde (Aktenzeichen III CZP 89/15) bezüglich der Vertretung der Gesellschaft bei dem Rücktritt eines Mitglieds ihres Vorstands.

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