Unternehmer haben in letzter Zeit häufig Anträge auf Zahlung ausstehender Beträge aufgrund von Urheberrechtsverstößen erhalten. Es kommt vor, dass dies Illustrationen sind, die auf Seiten veröffentlicht wurden, die vor vielen Jahren erstellt wurden. Einige dieser Aufforderungen sind Versuche, Geld zu erpressen. Allerdings nicht immer. Daher muss ein solches Schreiben jedes Mal überprüft werden. Wie geht das? Wie verhandelt man die Höhe der Entschädigung? (…)

Überprüfung des Absenders

Wenn ein Unternehmer Informationen über eine Urheberrechtsverletzung erhält, sollte er daher zunächst überprüfen, ob er diese Rechte tatsächlich verletzt oder in der Vergangenheit verletzt hat. - Es ist zu überprüfen, ob die angegebenen Materialien auf der Website des Unternehmens aufscheinen. Und wenn der Vorwurf sich auf den Mangel an einer Lizenz für die im Unternehmen verwendeten Computerprogramme bezieht, sind Nachweise für den Kauf dieser Lizenzen zu suchen - weist Rechtsberater Adam Kraszewski, Partner bei der Kanzlei GESSEL, hin.

Wenn die Lizenz nicht gefunden werden kann, sollte man sich das Unternehmen näher ansehen, das die Mitteilung gesendet hat. Es lohnt sich, im Internet nach ihrem Namen zu suchen und zu überprüfen, ob sie tatsächlich mit den Inhabern der Urheberrechte zusammenarbeitet, gegen deren Interessen der Unternehmer verstoßen haben soll. (...)

Verhandlungen und Vergleichsversuch

(...) Verhandeln ist eine schwierige Kunst und es ist nicht immer möglich, eine Einigung zu erzielen. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass es aufgrund der Gespräche möglich sein wird, die Höhe der Entschädigung auf ein um ein Vielfaches niedrigeres Maß als die in den ersten Mahnungen geforderten zu senken - bestätigt Adam Kraszewski. (…)

Kostspieliger Prozess

Was aber, wenn der Unternehmer nicht die Absicht hat, eine Entschädigung zu zahlen, oder wenn die Verhandlungen scheitern? Dann ist zu erwarten, dass das Unternehmen, das den Urheberrechtsinhaber vertritt, die Firma vor Gericht verklagt. - Dies kann der schlechteste Weg sein, da sich solche Unternehmen auf solche Fälle spezialisieren und bei Gerichtsverhandlungen sehr gut sind. Darüber hinaus könnten sich für den Unternehmer die vom Gericht zuerkannten Kosten für Rechtsstreitigkeiten oder Schadensersatz als höher herausstellen als der ursprünglich vorgeschlagene Betrag für die Verletzung des Urheberrechts - findet Adam Kraszewski. (...)

 

Der vollständige Inhalt des Artikels ist in der Tageszeitung Dziennik Gazeta Prawna verfügbar (in der Ausgabe vom 16.03.2021).