Ab dem neuen Jahr warten große Veränderungen auf Unternehmen. Die obligatorische Entmaterialisierung von Aktien wird für sie eine Reihe neuer Verpflichtungen bedeuten. Prüfen Sie, was genau die Änderung des Handelsgesetzbuches (KSH) einführt und welche Formalitäten Unternehmen im nächsten Jahr erledigen müssen.

Die Änderung des KSH sieht die Einführung der Verpflichtung zur Entmaterialisierung von Aktien von Aktiengesellschaften und Kommandit-Aktiengesellschaften vor. Es geht darum, die Form von Aktien von einem Wertpapier in einen Eintrag im IT-System zu ändern. Die ersten Verpflichtungen und Formalitäten des Unternehmens müssen im nächsten Jahr erledigt werden, nachfolgend sind die wichtigsten davon aufgeführt. (...) 

Vom KDPW geführtes Aktionärsverzeichnis oder Depot

Ab dem 1. Januar 2021 sollen alle Aktien entmaterialisiert werden. Dementsprechend müssen Unternehmen ein Aktionärsverzeichnis erstellen oder Aktien in dem vom Nationalen Wertpapierdepot (KDPW) geführten Depot registrieren.

- Das Aktionärsverzeichnis wird in elektronischer Form von einem Maklerhaus geführt, das über eine Lizenz zur Führung von Wertpapierkonten verfügt, oder von einer Treuhandbank - sagt Rechtsanwalt  Magdalena Szeplik von GESSEL der Strefa Inwestorów.

- Aktien derselben Gesellschaft dürfen nicht gleichzeitig im Aktionärsverzeichnis und im KDPW eingetragen werden. Nicht öffentliche Unternehmen können entscheiden, wo sie ihre Aktien registrieren. Man darf jedoch nicht vergessen, dass unter anderem die Wahl des KDPW die Notwendigkeit mit sich bringt, eine Hauptversammlung zu solchen Bedingungen wie für eine öffentliche Gesellschaft zu organisieren, mit Ausnahme der Bestimmungen über die Veröffentlichung aktueller Berichte - erklärt Szeplik. (...)

Neben den Pflichten gibt es auch einige Vorteile

Die Entmaterialisierung von Aktien ist nicht nur Pflicht. Man findet auch einige Vorteile der neuen Regelung.

- Der Vorteil der Änderung wird von den Aktionären wahrgenommen, da durch die Entmaterialisierung das mit den Auswirkungen des Verlusts von Wertpapieren verbundene Risiko minimiert wird. Es sei darauf hingewiesen, dass der Verlust von Papieren im gegenwärtigen Rechtsstatus mit der Notwendigkeit verbunden war, Duplikate auszustellen und daher in vielen Fällen das im Dekret vom 10. Dezember 1946 über die Löschung verlorener Dokumente vorgesehene Verfahren zu durchlaufen - so Szeplik, Rechtsanwalt bei GESSEL. (…)

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