Gemäß der MAR Verordnung obliegt die Pflicht, über die geschlossenen Geschäfte in Bezug auf die von der Gesellschaft ausgegebenen Finanzinstrumente zu informieren, den Personen, die Führungsaufgaben erfüllen und daher grundsätzlich - den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie deren nahen Personen. Anders als bisher obliegt die Mitteilungspflicht nicht den Prokuristen – sie werden in der MAR Verordnung nicht unmittelbar als Personen genannt, von denen Führungsaufgaben erfüllt werden. Die Erfüllung weiterer Bedingungen, die verursachen könnten, dass der Prokurist als eine solche Person zu betrachten ist, wird es ein Ausnahmefall sein.

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind vom Emittenten schriftlich über ihre Verpflichtungen aus der MAR Verordnung, nämlich über die Notwendigkeit der Information über die Transaktionen zu benachrichtigen. Die Nachricht sollte auch an die Nächsten übermittelt werden. Eine solche Mitteilung wird durch ein Mitglied des Organs vorgenommen werden, nicht durch den Emittenten. Eine gute Praxis von öffentlichen Unternehmen ist die Beifügung eines Musters einer solchen Mitteilung über nahe stehenden Personen dem Schreiben an das Mitglied des Organs. In diesem Schreiben an das Mitglied des Organs oder in einer separaten Korrespondenz sollte ein öffentliches Unternehmen auch um die Bereitstellung von Daten dieser Personen ersuchen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Emittenten ab dem 3. Juli verpflichtet sind, Liste solcher Personen zu führen. Die MAR Verordnung legt nicht fest, welche Daten auf eine solche Liste aufgenommen werden, so dass ihr Umfang je nach den internen Regeln des Emittenten variieren kann.