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Nach der Begründung des Gerichtsurteils im Fall von Herrn Lisiecki sollte man die Freiheit dieses Mannes nicht nur sofort zurückgeben, sondern auch seiner Frau den Betrag von fünfhunderttausend der bezahlten Bürgschaft zurückzahlen. Sofort! Aber von Anfang an.

Also von Anfang an. Unter der Annahme, dass es nicht nur zur Einzahlung der Bürgschaft durch die Ehefrau von Herrn Lisiecki gekommen ist, sondern auch dazu, was in einem der Artikel der  „Wprost” vom 19. März beschrieben wird - also, dass ein Protokoll von der Annahme der Bürgschaft verfasst wurde (Art. 143 Par. 1 Punkt 9 der Strafprozessordnung) - das heißt, der Ehegatte, der die Bürgschaft bezahlt hat, wurde auch über die Zahlungsbedingungen und möglicherweise über die Aufhebung der Bürgschaft unterrichtet, wenn sich herausstellen sollte, dass Herr Lisiecki die Bedingungen des Strafverfahrens nicht einhalten würde - in diesem Fall ist Herr Michał Lisiecki unumstritten und unverzüglich (und das schon seit vielen Tagen) aus der Haft zu entlassen, weil seine Inhaftierung absolut rechtswidrig wäre und ist.

Es sollte hinzugefügt werden, dass die Ausstellung irgendeines Beschlusses über die Aussetzung der Vollstreckung des Beschlusses über die Vermögensbürgschaft zu erlassen, wenn der Beschluss bereits von einer Haftanordnung umgewandelt wurde - in einen Beschluss über die vollzogene und bezahlte Bürgschaft. (…)

Nur dann wäre es bereits Schach Matt.

Das wäre aber absolut nicht die Wahrheit. Dann wäre die Situation für Herrn Lisiecki noch vorteilhafter - weil wir dem Gericht oder der Staatsanwaltschaft gegenüber kategorisch feststellen würden, Richter, Herr Staatsanwalt - wenn Sie finden, dass die Aussetzung nicht nur die vorübergehende Inhaftierung betrifft, sondern auch die Möglichkeit des Beschlusses über die Änderung der Haft zu einer Bürgschaft, die bereits eingetreten ist (da die Bürgschaft bereits eingezahlt wurde) - aber sich das auch auf die bereits eingezahlte Bürgschaft alleine bezieht - so erfolgt in dieser Situation ein noch stärkerer Schuss, der beide Knie zerstört, und noch dazu beide Ellenbogen.

Dies liegt daran, dass - wenn das Gericht oder der Staatsanwalt behauptet, dass die Einstellung der Entscheidung des Gerichts alle seine Elemente berührt - d. h. die vorübergehende Verhaftung, die Möglichkeit, sie gegen eine Garantie einzutauschen, und die Bürgschaft selbst - dann würde ich auch zu Recht sagen - nicht nur, dass Sie Herrn Lisiecki sofort freilassen müssen. Es ist immer noch notwendig, ihm, seiner Frau, den Betrag von fünfhunderttausend PLN Bürgschaft unverzüglich zurückzugeben. Also Schach Matt, liebe Damen und Herren.

Der Artikel ist auf der Website der Wochenzeitung Wprost verfügbar.