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Leszek Koziorowski, Partner bei Gessel, erläutert, dass gemäß dem novellierten Gesetzbuch der Handelsgesellschaften aus dem Jahr 2000 die maximale Stimmrechtsprivilegierung 1:2 beträgt. Vor der Gesetzesänderung war es möglich, neue Aktien mit einem Privilegierungsverhältnis von 1:5 zu emittieren. Solche Aktien besitzen Marek Piechocki und Jerzy Lubianiec, Gründer und Mehrheitsaktionäre der LPP. Folglich verfügen sie über 54,2% der Stimmen auf Hauptversammlungen. Wahrscheinlich befürchten sie die von Juristen vertretene Meinung, dass ihre Stimmrechtsprivilegierung nach dem Split nur 1:2 betragen wird. Die Sache ist, dass die Frage der Auslegung der Gesetzesvorschriften unterschiedlich behandelt werden kann. Einerseits kann man behaupten, dass auf neue Aktien ausschließlich Art. 352, d.h. das maximale Privilegierungsverhältnis von 1:2, Anwendung findet, andererseits – dass wir de iure immer noch mit den alten Aktien zu tun haben, deren Nennwert herabgesetzt wurde. – Ich persönlich würde die These unterstützen, dass die Privilegierung nach dem Split nicht verschwinden wird. Die Hauptaktionäre haben aber in dieser Hinsicht Bedenken und wollen den Split nicht riskieren, was mich auch nicht wundert. Dies ist eine interessante Angelegenheit, welche aber nicht anders als in der Praxis gelöst werden kann – sagt Koziorowski.https://gessel.pl/de/team/leszek-koziorowski/

Maciej Rudke, Parkiet