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Durch ihre Wirkungskraft beeinflusst die Werbung unsere täglichen Entscheidungen und – was nicht weniger wichtig ist – kreiert bei den potentiellen Käufern neue Bedürfnisse. Auf dem Spiel steht viel und die gekonnten Marketingstrategien wissen sich den Spielregeln anzupassen. Die Werbemaschine läuft gut bis die vermittelte Werbebotschaft unter dem Gesichtspunkt der geltenden gesetzlichen Vorschriften oder ethischen Normen der jeweiligen Branche beurteilt wird. Das ist der Fall, wenn bestimmte Gruppen – Unternehmen, Kunden, Verbraucher – der Ansicht sind, dass die betreffende Werbebotschaft für sie irreführend ist und folglich auch ihre Interessen verletzt. Dem Schutz der Interessen der Unternehmer (und unmittelbar auch der der Verbraucher) dient das Gesetz über die Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs vom 16. April 1993 (einheitliche Fassung in: GBl. 2003 Nr. 153, Pos. 1503, mit Änderungen). Die Verbraucher sind außerdem vom Gesetz über die Bekämpfung unlauterer Verkaufspraktiken vom 23. August 2007 (GBl. 171 Pos. 1206, mit Änderungen) geschützt. Zusätzlich können sich beide Gruppen auf den vom Dachverband für Werbungsräte (Organisation, die die polnische Werbebranche reguliert) aufgestellten Kodex der Werbungsethik berufen. Nach den vorgenannten Normen ist Werbung, die irreführen und täuschen soll, als tadelnswert anzusehen. Bei der Definierung der irreführenden Werbung beruft man sich in der Regel auf die Richtlinie vom 10. September 1984 zur Angleichung der in den einzelnen Mitgliedsstaaten geltenden gesetzlichen, Durchführungs- und Verwaltungsvorschriften gegen irreführende Werbung. Danach gilt als „irreführende Werbung“ jede Werbung, die in irgendeiner Weise - einschließlich ihrer Aufmachung - die Personen, an die sie sich richtet oder die von ihr erreicht werden, täuscht oder zu täuschen geeignet ist und die infolge der ihr innewohnenden Täuschung ihr wirtschaftliches Verhalten beeinflussen kann oder aus diesen Gründen einen Mitbewerber schädigen oder zu schädigen geeignet ist. (...)