Die Änderung des geodätischen und kartografischen Gesetzes sollte die Investitionsprozesse beschleunigen und die Arbeit der Vermessungsingenieure erleichtern. Einige der verabschiedeten Vorschriften können jedoch zu einer längeren Erledigungsdauer von Aufgaben und höheren Arbeitskosten führen. (…)

Karolina Olszewska, Anwalt

Die am meisten umstrittene Änderung ist die Einführung eines neuen Überprüfungskriteriums der gemeldeten Ergebnisse geodätischer Arbeiten durch den Geodätischen und Kartografischen Dienst (SGiK). Die bisher gemeldeten Ergebnisse wurden positiv überprüft und in die SGiK-Ressourcen aufgenommen, wenn sie den in der Geodäsie und Kartographie geltenden Rechtsvorschriften entsprachen, insbesondere hinsichtlich der Durchführung der Messungen und der Aufbereitung der Ergebnisse dieser Messungen oder der Vollständigkeit der übermittelten Ergebnisse geodätischer oder kartografischer Arbeiten.

In dem geänderten Gesetz wird der SGiK zusätzlich die Kohärenz der übermittelten Datensätze feststellen, mit den von dieser Behörde geführten Datenbanken. Dies kann dazu führen, dass der in SGiK-Datendateien angegebene Status nicht mit dem tatsächlichen Status übereinstimmt und die übermittelte Dokumentation den tatsächlichen Status widerspiegelt und daher nicht mit dem Status kohärent ist, der sich aus der Dokumentation ergibt. Es ist davon auszugehen, dass in einer solchen Situation das gemeldete Ergebnis geodätischer Arbeiten nicht korrekt überprüft wird, da es die Kohärenzbedingung nicht erfüllt. Infolgedessen bemühen sich die Auftragnehmer für geodätische Arbeiten nicht, die in den SGiK-Datenbanken enthaltenen Daten zu aktualisieren (d. h. Unterlagen einzureichen, die die tatsächlichen Daten enthalten), sondern duplizieren lieber (sogar fehlerhafte) von SGiK erhaltene Daten, um eine positive Überprüfung zu erlangen. Darüber hinaus wurde der Umfang des Kriteriums der Kohärenz der Daten mit den in den SGiK-Datenbanken offengelegten Daten, an keiner Stelle definiert.

Daher ist es unmöglich vorherzusagen, was als Kohärenz der Daten mit den SGiK-Datenbanken zu verstehen ist. Daher besteht die Sorge, dass die Aufnahme der gemeldeten Ergebnisse von Arbeiten in SGiK-Ressourcen von der Auslegung der Beamten abhängig sein wird (bezüglich dessen, was mit SGiK-Daten kohärent ist, und was nicht).

 

Der vollständige Inhalt des Artikels ist in der Zeitschrift verfügbar: GDMT geoinżynieria drogi mosty tunele 2/2020 [71]