Jedes Unternehmen arbeitet als eine bestimmte Rechtsform. Seine Wahl kann sich auf das Sein oder Nichtsein des Unternehmens auswirken

Die Wahl der Rechtsform des Geschäfts ist eine der wichtigsten Entscheidungen, die ein Unternehmer treffen muss. Wie sein Unternehmen arbeiten wird, bestimmt die Kosten für die Führung des Unternehmens, wie es registriert wird und wie viel Steuern er zahlen muss.

Theoretisch ist die Auswahl an Rechtsformen der Geschäftstätigkeit groß. Wir können ein Einzelunternehmen führen, eine von neun Arten von Gesellschaften, eine Genossenschaft, eine Stiftung, einen Verein oder eine Zweigniederlassung eines ausländischen Unternehmens. Theoretisch verwenden wir diese Auswahl, wie die Statistiken in der REGON-Datenbank zeigen, in sehr geringem Umfang. Auf jeweils hundert neu registrierte Unternehmen in der REGON-Datenbank (und dies sind nicht nur Unternehmer, sondern auch andere Subjekte) kommen 80 Einzelunternehmen, 11 Gesellschaften mit beschränkter Haftung, 1,5 Gesellschaften bürgerlichen Rechts und 7,5 andere Subjekte.

ES LOHNT SICH, HILFE IN ANSPRUCH ZU NEHMEN

Wie wählt man die richtige Rechtsform für das eigene Unternehmen?
Und wann lohnt es sich, über eine mögliche Änderung nachzudenken?

Michał Boryczkamanaging associate, Rechtsberater von der Kanzlei GESSEL, sagt:

Der Auswahl oder Änderung der Rechtsform Ihres Unternehmens sollte eine sachkundige Rechts- und Steueranalyse vorausgehen. Es gibt keine einheitliche Rechtsform, da jedes Unternehmen einfach individuell ist. Bei der Wahl der Rechtsform sollte auf die geplante Eigentümerstruktur und die Einschränkungen im Umfang ihrer Änderungen geachtet werden. Steuern sind wichtig, ebenso die Frage, wer und in welchem Umfang für die Verbindlichkeiten des Unternehmens haften soll. Diese Themen werden in einer Personengesellschaft und in einer Kapitalgesellschaft unterschiedlich geregelt. Ebenso wichtig ist es, wer das Geschäft führen soll und wer mit Kontrollbefugnissen betraut wird. Schließlich, ob und in welcher Form die Geschäftsführer vergütet werden und insbesondere, ob das Vergütungselement ein Anreizprogramm sein wird, das beispielsweise auf den vorhandenen Aktien der Gesellschaft basiert. Um die optimale Rechtsform für Ihr Unternehmen zu finden, lohnt es sich, professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen.

 

Der vollständige Text des Artikels von Ada Zych ist im wöchentlichen Magazin Newsweek verfügbar, vom 15.02.2021 (7/2021).