Die Verpflichtung zur Offenlegung der Internetadresse des Unternehmens hat bei den Managern Verwirrung gestiftet. Auch Anwälte legen das Gesetz unterschiedlich aus.

Ab dem 1. Januar 2020 - gemäß Art. 5 Par. 5 des Handelsgesetzbuches - betreiben eine Aktiengesellschaft und eine Kommandit-Aktiengesellschaft ihre eigenen Websites und veröffentlichen auf diesen, an den für die Kommunikation mit den Aktionären vorgesehenen Stellen, Ankündigungen der Gesellschaft, die gesetzlich oder von ihrer Satzung vorgeschrieben sind. Die Adressen der betroffenen Websites müssen, auf Grundlage von Art. 47 Abs. 1 des Gesetzes über das Nationale Gerichtsregister (einheitlicher Text GBl. von 2019, Pos. 1500mit nachträglichen Änderungen) in das Unternehmerregister eingetragen werden.

Und es gab Zweifel: Sollte im KRS die Adresse der Hauptseite des Unternehmens oder die Adresse der Seite oder Unterseite angegeben werden, die an die Aktionäre gerichtet ist? Scheinbar nur eine Formalität, die aber vielen Managern schlaflose Nächte bereitet. Der Grund ist prosaisch: Wenn die gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllt sind, kann das Unternehmen sogar liquidiert werden!

Ein kontroverser Eintrag

Betrachtet man die Einträge im Register: Der erste Ansatz dominiert (d. h. man muss die Adresse der Hauptseite angeben), aber es gibt auch Verfechter des Letzteren. Unter den auf Handelsrecht spezialisierten Anwälten - ist es ähnlich.

Der Rechtsberater Bartosz Majkowski vom BMME glaubt, dass die wörtliche Auslegung von Art. 47 Abs. 1 des Gesetzes über das Nationale Gerichtsregister im Zusammenhang mit Art. 5 Par. 5 des Handelsgesetzbuches klar ist: Die Zielseite für die Aktionäre sollte im Register angegeben werden. Obwohl dies unlogisch erscheinen mag, werden Einträge im Register standardmäßig von vielen anderen Personen als Aktionären überprüft (mehr: siehe Kasten).

Etwas anderes behauptet Julia Trzmielewska, Senior Associate bei GESSEL. Ihrer Meinung nach geht aus der sprachlichen Auslegung bereits hervor, dass die Hauptadresse des Unternehmens dem Nationalen Gerichtsregister gemeldet werden sollte und nicht die Adresse der Stelle, die für die Kommunikation mit Aktionären vorgesehen ist und gesetzlich vorgeschriebene Ankündigungen oder die Satzung des Unternehmens enthält. (...) 

 

Den vollständigen Artikel (auf Polnisch) finden Sie in der Tageszeitung Dziennik Gazeta Prawna.