Einige Gastronomen beginnen, Platz (z. B. Schreibtische) für die Arbeit zu vermieten. So wollen sie während der Epidemie verdienen. Die Anti-Covid-Vorschriften im Bereich Coworking sind außergewöhnlich mild.

Einige Eigentümer von Catering-Geschäften während der Pandemie beschließen, ihr Geschäft neu umzugestalten, und anstatt Mahlzeiten anzubieten, vermieten sie Raum für gemeinsame Büroarbeiten, z. B. an Personen, die von Zuhause aus arbeiten, selbstständig oder freiberuflich tätig sind. Solche Angebote wurden unter anderem von Gastronomen aus Warschau, Breslau, Posen, Lublin vorgestellt. Diese Vermietung ist im Gegensatz zur gastronomischen Geschäftstätigkeit während der Epidemie nicht beschränkt. Darüber hinaus sind die diesbezüglichen Vorschriften noch sanfter als jene, die für Arbeitgeber gelten, die stationäre Arbeitnehmer (auf dem Firmengelände) schützen müssen. Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, wie irrational die Covid-Beschränkungen sind. (…)

„Sonderangebot" für „Coworker"

Gastronomen informieren in der Regel über solche Umschulungs- und Coworking-Angebote in sozialen Netzwerken. Am bekanntesten war der Fall von Betrieben aus Breslau, über die lokale Medien berichteten. Nach solchen Veröffentlichungen erschienen nach Angaben der Eigentümer selbst Polizeipatrouillen vor den Objekten, um ihre Aktivitäten zu beobachten. Die DGP bat die Polizeibehörde in Wrocław um eine Bestätigung der ergriffenen Maßnahmen sowie die Angabe des Zwecks der Beobachtung, und die Auskunft, ob sie Coworking-Einrichtungen kontrolliert und ob diese Tätigkeiten der Polizei zufolge Einschränkungen unterliegen und wenn ja - welchen. Wir haben jedoch keine Antwort erhalten.

Einige Gastronomen teilten daher mit, dass sie die Vermietung von Coworking-Flächen bis auf weiteres aussetzen und bereits vorgenommene Reservierungen stornieren würden. Andere veröffentlichten Mitteilungen, in denen sie betonten, dass sie nicht im üblichen Modus arbeiten (d. h. man kann nicht von der Straße aus eintreten und ein Getränk oder eine Mahlzeit bestellen), sondern nur die Vermietung von Plätzen für die Arbeit in Coworking-Form anbieten, in einem isolierten Raum, mit Bereitstellung von Büroinfrastruktur und nach Erfüllung der mit einer solchen Dienstleistung verbundenen Formalitäten (z. B. Unterzeichnung eines Mietvertrags, Verpflichtung zur Einhaltung von Covid-Beschränkungen).

- Wenn man sehr detaillierte Regelungen einführt, muss man mit Konsequenzen rechnen. Dabei erinnern wir uns etwa an die Versuche der Besitzer von Fitness-Studios, Covid-Beschränkungen zu umgehen, indem sie Sportwettkämpfe organisieren, um trotz Einschränkungen funktionieren zu können, weist Adam Kraszewski, Rechtsberater, Leiter der Praxis Arbeitsrecht bei der Kanzlei GESSEL.

Er betont, dass die diskutierte Umgestaltung von gastronomischen Einrichtungen anders behandelt werden sollte.

- Wir dürfen nicht vergessen, dass Coworking die Ausübung beruflicher Tätigkeiten betrifft und aufgrund der Pandemie nicht verboten ist. Diese Art von Dienstleistung konnte auch vor der Epidemie in der Gastronomie angeboten werden und war Teil dieses Geschäftsmodells - fügt er hinzu. (...)

Der vollständige Inhalt des Artikels ist in der Tageszeitung Dziennik Gazeta Prawna verfügbar, in der Ausgabe vom 21.01.2021 und auf dem Portal gazetaprawna.pl