Über den Apothekenmarkt ziehen dunkle Wolken auf. Es scheint, dass der Kampf gegen die Medikamenten-Mafia eine zu kleine Herausforderung war, denn es sind für die Polen zwei Schlüsselfragen hinzugekommen: das Verschwinden der Apotheken vom Markt in einem beängstigendem Tempo und das Oligopol am Markt der Medikamenten-Großhandlungen. Das letztgenannte Thema ist eine riesige Gefährdung, weil beim Verkauf nur eines der buchstäblich drei Großhändler am polnischen Markt die Kontrolle durch Fremdkapital übernommen wird. Doch das Problem der Schließung von Apotheken ist nicht geringer. Die Redaktion wGospodarce.pl schenkte in ihrer letzten Debatte diesem Problem Aufmerksamkeit. (…)

Die Behörde, die in Polen zur Kontrolle der Einhaltung der Vorschriften des Gesetzes über Wettbewerbs- und Verbraucherschutz berufen wurde, ist das Amt für Wettbewerbs- und Verbraucherschutz (UOKiK), was unmittelbar aus Art. 31 resultiert. Wenn im Pharmarecht auf die Vorschriften dieses Gesetzes Bezug genommen wird, ist der Standpunkt des Amtes für Wettbewerbs- und Verbraucherschutz (UOKiK) zu berücksichtigen – erklärt Bernadeta Kasztelan-Świetlik, Rechtsberaterin in der Kanzlei GESSEL und ehemalige Vizepräsidentin des Amtes für Wettbewerbs- und Verbraucherschutz. „Bei der Beurteilung der Konzentration am Markt berücksichtigt das Amt für Wettbewerbs- und Verbraucherschutz die Interessen aller seiner Teilnehmer. Untersuchungen zufolge machen fast zwei Drittel der Verbraucher ihre Einkäufe in derjenigen Apotheke, die sie in etwa zehn Minuten zu Fuß erreichen können. Andererseits tendieren Unternehmerverbände (in diesem Fall NIA) dazu, vor allem die Interessen ihrer Mitglieder zu verteidigen, was die abnehmende Zahl der Apotheken zur Folge haben kann. Im Resultat werden die Verbraucher zu einer Apotheke einen immer weiteren Weg haben” – fügt sie hinzu. (…)

Der Artikel erschien auf dem Portal wgospodarce.pl