Immer mehr Menschen wechseln zu Fernarbeit, von der im Arbeitsgesetzbuch jedoch keine Rede ist

Einige Vollzeitbeschäftigte möchten Arbeit mit Vergnügen verbinden und in den Urlaub fahren, um von einem Ort aus zu arbeiten, an dem Sie nach Feierabend eine nette Zeit verbringen können. Wir haben die Experten gefragt, ob der Arbeitgeber die Zustimmung zu einer solchen Reise verweigern kann.

Die meisten Unternehmen stehen sog. Workation, d. h. der Verbindung von Arbeit mit Urlaub, negativ gegenüber. Nur 41 Prozent der Arbeitgeber würden einer solchen Idee zustimmen, 54 Prozent würden nicht zustimmen, und weniger als 5 Prozent hat keine Meinung zu diesem Thema - laut einer im Februar dieses Jahres durchgeführten Studie von Grant Thornton mit der CAWI-Methode an einer Stichprobe von fast 300 Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Es stellt sich die Frage, was mit möglichen Arbeitsunfällen ist. (…)

- Es darf nicht vergessen werden, dass es die Pflicht des Arbeitgebers ist, die Sicherheit des Arbeitnehmers während der geleisteten Arbeit auch unter Bedingungen der Fernarbeit zu gewährleisten. Die Kontrolle der Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen an dem Ort, an dem Fernarbeit ausgeführt wird, darf jedoch nicht das Recht des Arbeitnehmers auf Privatsphäre verletzen und sollte daher in angemessener Weise durchgeführt werden. Beispielsweise haben einige Unternehmen Umfragesysteme eingeführt, um festzustellen, ob ein Mitarbeiter über die richtigen Bedingungen verfügt. Der Arbeitgeber kann die Grundsätze der Fernarbeit auch in geeigneten internen Verfahren regeln - betont Adam Kraszewski, Partner und Rechtsberater bei GESSEL. (…)

- Der Arbeitgeber sollte in erster Linie wissen, von wo aus der Arbeitnehmer Fernarbeit leistet. Zum Beispiel sollte er zumindest wissen, ob es einem Mitarbeiter im Notfall technisch möglich ist, sofort an den Arbeitsplatz zu kommen. Darüber hinaus sollte der Arbeitgeber in berechtigten Situationen in der Lage sein, Einwände zu erheben, z. B. im Falle der Absicht, im Ausland zu arbeiten, was beispielsweise aus Sicht der sozialen Sicherheit möglicherweise nicht gleichgültig ist - erklärt Adam Kraszewski. (...)

 

Der vollständige Text des Artikels ist in der Tageszeitung Dziennik Polski verfügbar, vom 30.03.2021.